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Gemeinde Maisach  |  E-Mail: info@maisach.de  |  Online: http://www.maisach.de

Bürgermeisterbrief

Bürgermeister_neu_08_15

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

ein Meilenstein in der Entwicklung des Ortes Maisach, das neue Ortszentrum, steht kurz vor der Fertigstellung.

Viele haben sich mit dem modernen prägenden Gebäude schon angefreundet, andere können sich noch nicht so richtig dafür erwärmen.

Eine Veränderung, besonders so eine zentrale Veränderung, wird unterschiedlich wahrgenommen, manche brauchen dafür vielleicht etwas mehr Zeit.

 

Eröffnung des Ortszentrums

 

Am 22. Juni werden die beiden Märkte Edeka und Rossmann offiziell eröffnet und Sie können sich dann einen persönlichen Eindruck von der neuen, verbesserten Nahversorgung verschaffen.

Die Fußgängerzone im Westen der Anlage wird bis zur Eröffnung wahrscheinlich noch nicht ganz fertig und damit auch nicht geöffnet sein. Bis Mitte Juli sind aber auch diese Arbeiten abgeschlossen.

 

Der Gehweg um das Ortszentrum entlang der Bahnhofstraße wurde zunächst nur provisorisch hergestellt.

In den nächsten zwei bis drei Jahren nach der Fertigstellung der Südumfahrung wird die komplette Bahnhofstraße mit Gehwegen erneuert. Die neuen Gehwege sollten dann besonders im Bereich des Ortszentrums mindestens 1,8 Meter breit werden. Mit der Neuherstellung der Gehwege erhalten diese auch einen schönen Pflasterbelag.

 

Neue Straßenplanung, bessere Gehwege

 

Gerne hätten wir die Bahnhofstraße und die Gehwege bis zur Eröffnung des Ortszentrums neu hergestellt, aber solange es eine Staatsstraße ist, dürfen wir planerisch nicht in den Straßenraum eingreifen. Nach der Fertigstellung der Südumfahrung wird die Staatsstraße zur Ortsstraße und unsere bis dahin abgeschlossenen Planungen können dann sofort umgesetzt werden.

 

Flugplatzgelände und Wahrung aller Interessen

 

Etwas ins Stocken geraten sind unsere Gespräche mit der Stadt Fürstenfeldbruck über die südliche Entwicklung unseres Flugplatzgeländes bzw. über die von der Stadt Fürstenfeldbruck angestrebte Entwicklung auf ihrem Flugplatzbereich.

Der bestehende Dissens beruht nicht allein auf dem Nutzungsbereich von BMW, viel mehr sehen wir, dass den Vorteilen und Forderungen der Großen Kreisstadt, wie z. B. Nutzung der Maisacher Südumfahrung durch das Gewerbegebiet Hasenheide, Anbindung an die S-Bahnstation Maisach oder Gernlinden und Anschluss an die B 471 über unser Gemeindegebiet, kein nachvollziehbarer Interessenausgleich für die Gemeinde Maisach gegenübersteht.

 

Der Planungsgedanke von Seiten der Stadt auf dem Flugplatzgelände 4.000 bis 5.000 Menschen anzusiedeln und dazu entsprechendes Gewerbe, darf nicht zur infrastrukturellen Belastung für das Gemeindegebiet Maisach und der hier lebenden Menschen werden.

 

Grundlagen nicht vergessen

 

Eines sollten die Verantwortlichen in Fürstenfeldbruck, aber besonders auch die Bürgerinnen und Bürger sowohl in Fürstenfeldbruck, Maisach, Olching und Emmering nicht vergessen: „Ohne den jahrelangen erfolgreichen Kampf der Gemeinde Maisach gegen eine zivilfliegerische Nutzung gäbe es keine Entwicklungsbereiche über die wir uns heute so intensiv austauschen!“

 

Der Ballungsraum westlich von München wird sich weiter verdichten und aus dieser Erkenntnis heraus betrachte ich es als einen Glücksfall, dass weite Teile unseres Flugplatzgebietes einen FFH-Status haben und es damit nicht zu einer Verbreiung der Stadt- und Ortsentwicklungen von Fürstenfeldbruck, Olching, Emmering und Maisach kommen kann.

 

Die Nutzung eines kleinen Teiles dieses Geländes als Fahrsicherheitszentrum unter Wahrung des natur- und artenschutzrechtlichen Ausgleiches sehen wir weiterhin als berechtigten Planungsansatz, zumal ohne die Ansiedlung des Fahrsicherheitszentrums die zivile Fliegerei mit 50.000 und mehr Flugbewegungen nicht zu verhindern gewesen wäre.

 

Mit Blick auf andere und über den Tellerrand hinaus

 

Die Gemeinde Maisach mit ihren Bürgerinnen und Bürgern hat mehr als 60 Jahre in partnerschaftlicher Akzeptanz die Auswirkungen der militärischen Nutzung mitgetragen. Die wirtschaftlichen Vorteile lagen aber definitiv auf Fürstenfeldbrucker Seite. Nun ist es an der Zeit, sich auf Augenhöhe in partnerschaftlicher Weise auch mit unseren Forderungen und Plänen auseinanderzusetzen und sich offen dafür zu zeigen.

Neben den Interessen der Großen Kreisstadt und der Gemeinde Maisach gibt es nach meiner persönlichen Meinung auch einen regionalen Anspruch, dem wir mit mehr Bedeutung nachkommen sollten.

 

Zeichen setzen

 

Am 1. Mai wurden wieder mehrere Maibäume aufgestellt. Ich danke allen Vereinen, den Helferinnen und Helfern, die diese schöne Tradition am Leben erhalten.

Keine Tradition steht mehr für den inneren Zusammenhalt und die Ortsgemeinschaft und ist als äußeres Zeichen weit sichtbar.

 

Ich wünsche ihnen schöne sonnige Maitage und bitte nicht vergessen, ab dem 13. Mai freut sich unsere Freibad auf Ihren Besuch.

 

Mit den besten Grüßen aus dem Rathaus

 

 

Hans Seidl

1. Bürgermeister

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