Bürgermeisterbrief

Foto Bürgermeister Oktober 2017

Ausbau Infrastruktur - für die Menschen

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

pünktlich zum Frühjahrsanfang hat sich auch wieder eine Schönwetterperiode eingestellt und die Natur beginnt zu grünen und bunt zu blühen. Mit dem beginnenden Frühjahr starten auch mehrere durch die Gemeinde beauftragte Maßnahmen und Projekte, bei denen die Gemeinde in irgendeiner Form beteiligt ist. Viele dieser Projekte dienen der Verbesserung und zeitgemäßen Weiterentwicklung unserer Infrastruktur, die uns allen dient.

 

Trinkwasserversorgung

In Malching haben die Arbeiten für die Neuherstellung der Sportplatzstraße begonnen. Derzeit wird im Straßenbereich eine neue Wasserleitung verlegt. Gerade in die technische Substanz unserer Wasserversorgung und damit in den langfristigen Erhalt unseres eigenen Wasserwerkes investieren wir laufend erhebliche Finanzmittel.

 

Sanierungsfall „Straßen“

Auch unsere Straßen, für die wir als Gemeinde verantwortlich sind, erfordern angesichts der circa 50 Kilometer Ortsverbindungsstraßen und 59 Kilometer im Ortsinnenbereich einen ständigen Sanierungs- und damit auch Kostenaufwand. In den letzten Jahren haben wir es aber trotz vieler anderer Projekte geschafft, fast jedes Jahr eine Straße oder Verkehrsanlage neu herzustellen oder zu sanieren. In diesem Jahr wird nun die Sportplatzstraße in Malching aufgrund des sehr schlechten Zustands erneuert. Darüber hinaus investieren wir etwa 200.000 Euro jährlich in den Unterhalt des Straßennetzes, um die bestehende Substanz möglichst lange erhalten zu können.

 

Datentransport beschleunigen

Derzeit werden in einigen Orten unserer Gemeinde Tiefbauarbeiten durchgeführt, um den DSL- Ausbau fortzusetzen. Für die zeitweisen Behinderungen, die dadurch entstehen, bitten wir um Verständnis. Gerade eine leistungsfähige Breitbandversorgung gehört heute zur grundlegenden Infrastrukturausstattung. Private Haushalte, Handel, Dienstleistung und Gewerbe würden ohne sie nicht mehr in erforderlicher Weise funktionieren.

Wir gehen davon aus, dass gerade der DSL-Ausbau mit immer höheren Datenübertragungsgeschwindigkeiten weitere Aufgrabungen in immer kürzeren Zeitabständen erforderlich macht. Deshalb haben wir beschlossen, Gehwege in mehreren Abschnitten nur noch zu pflastern. Dies gewährleistet ein schnelles und sauberes Öffnen sowie das Wiederherstellen einer ordentlichen Oberfläche.

 

Mobiler Empfang für eine mobile Gesellschaft

Neben dem DSL–Ausbau treibt die Bundesnetzagentur auch den Ausbau des Mobilfunks weiter voran. Sowohl die Bundes- als auch die Landesregierung hat einen schnelleren und leistungsfähigen Ausbau beschlossen, was derzeit umgesetzt wird. In unserer Gemeinde bestehen insbesondere in kleineren Orten sogenannte „weiße Flecken“, in denen es keine oder nur unzureichende Mobilfunkversorgung gibt. Mit dem weiteren Ausbau der Mobilfunkversorgung gehen Veränderungen unseres Landschaftsbildes einher. In Teilen unserer Bevölkerung ruft das neben gesundheitlichen auch optische Bedenken hervor. Diese Bedenken nehmen wir sehr ernst. Durch umfassende Information, aber nach Möglichkeit auch durch Vermittlung zwischen den Anlagenbauern und unseren Mitbürgern versuchen wir, gute, für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.

 

Besonders in den westlichen Gemeindebereichen mit der etwas geringeren Besiedelung besteht für die Mobilfunkbetreiber aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit ein geringes Interesse zum schnellen Ausbau. Hier setzen wir uns intensiv dafür ein, dass der Ausbau so schnell wie möglich umgesetzt wird, damit gleichwertige Versorgungsverhältnisse hergestellt werden.

 

Alternativen schaffen

Das Thema Mobilität und besonders die Entscheidungen für die Zukunft bewegen derzeit den Gemeinderat. Carsharing und der Ausbau der Elektromobilität haben bei der Entwicklung von neuen Konzepten einen hohen Stellenwert. Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist ein großer Baustein, der dem Individualverkehr eine attraktive Alternative entgegensetzten soll.

Gerade mit den in Überlegung befindenden neuen Buslinien für Maisach und Gernlinden versuchen wir voraus zu denken. Könnten sie doch unseren Mitbürgern Mobilität anbieten, die ein Zweitauto entbehrlich macht. Beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs denken wir aber besonders an junge Menschen und an unsere ältere Mitbürger, die damit alle wichtigen Einrichtungen und soziale Kontakte erreichen können, ohne auf ein eigenes Fahrzeug oder Bekannte angewiesen zu sein. Mit weniger Fahrzeugen würden wir nicht nur unsere Ortstraßen entlasten, sondern auch unsere Umwelt.

 

Genießen Sie die Frühlingstage in unserer schönen Natur!

 

Ihr

 

Hans Seidl

Erster Bürgermeister

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